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Wutanfälle gelassen begleiten

Warum Erklärungen mitten im Wutanfall nicht helfen und was deine ruhige Anwesenheit langfristig bewirkt.

Wutanfälle erreichen ihren Höhepunkt zwischen 18 Monaten und 3 Jahren. Sie sind keine Manipulation oder böses Verhalten – sie sind die Art und Weise, wie ein sich entwickelndes Gehirn mit überwältigenden Emotionen umgeht. Der präfrontale Kortex, der für die Selbstregulation zuständig ist, braucht noch Jahre, bis er voll ausgereift ist. Bleib körperlich nah, ruhig und leise. Versuche nicht, mitten im Wutanfall zu argumentieren, zu verhandeln oder Dinge zu erklären – die Sprachzentren im Gehirn sind während eines emotionalen Ausbruchs quasi offline. Sei einfach präsent, achte auf die Sicherheit und warte ab. Manche Kinder möchten gehalten werden, andere brauchen Raum für sich. Benenne das Gefühl, wenn der Sturm vorbei ist: „Du warst so wütend, weil wir den Spielplatz verlassen mussten.“ Diese Begleitung löst die Situation im Moment zwar nicht, aber sie baut mit der Zeit einen emotionalen Wortschatz auf. Deine Beständigkeit zeigt deinem Kind jetzt, dass große Gefühle bei dir sicher sind – ein Fundament für die nächsten Jahrzehnte.

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Diese Inhalte dienen nur zu Informationszwecken und ersetzen keine medizinische Beratung. Wende dich bei allen Fragen zu deiner Schwangerschaft oder zur Gesundheit deines Babys immer an deine Ärztin, deinen Arzt oder qualifiziertes medizinisches Fachpersonal.

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