Retinol
Retinol und alle Retinoide müssen in der Schwangerschaft unbedingt vermieden werden, da sie beim Baby zu schwerwiegenden Geburtsfehlern führen können.
Warum Retinoide in der Schwangerschaft gemieden werden
Die Sorge stammt von den oralen Retinoiden. Isotretinoin, das bei schwerer Akne eingenommen wird, ist ein bekanntes Teratogen mit einem gut dokumentierten Muster an Fehlbildungen — deshalb verlangen die Verschreibungsprogramme eine strenge Verhütung. Topisches Retinol ist ein weit schwächerer Verwandter, und nur sehr wenig davon gelangt in den Blutkreislauf. Weil die orale Form aber so eindeutig schädlich ist, lautet die übliche Empfehlung, auch äußerlich angewendete Retinoide wegzulassen, statt eine sichere Dosis auszuhandeln.
Diese Namen stehen auf dem Etikett
- Retinol, Retinal (Retinaldehyd), Retinylpalmitat und Retinylacetat — frei verkäufliche Vitamin-A-Abkömmlinge.
- Tretinoin, Adapalen und Tazaroten — verschreibungspflichtige topische Retinoide.
- Isotretinoin — oral, und Gegenstand der schärfsten Warnungen.
- „Vitamin A“ weit oben in der INCI-Liste eines Produkts, das auf der Haut bleibt.
Wenn Sie Retinol benutzt haben, bevor Sie es wussten
Das ist die häufigste Variante dieser Frage, und die beruhigende Antwort lautet: Eine äußerliche Anwendung gilt nicht als Grund zur Beunruhigung. Die Aufnahme über die Haut ist sehr gering. Lassen Sie das Produkt weg, sprechen Sie es beim nächsten Termin an, und behandeln Sie es nicht als Notfall. Orales Isotretinoin ist eine andere Lage und gehört noch in derselben Woche in ärztliche Hände.
Womit Sie stattdessen arbeiten können
- Azelainsäure — in der Schwangerschaft breit eingesetzt bei Akne und Pigmentflecken.
- Niacinamid — für Hautbild, Rötungen und Barriere.
- Vitamin C — antioxidative Alternative für mehr Strahlkraft.
- Glykol- und Milchsäure in niedriger Konzentration, für sanfte Erneuerung.
- Täglich mineralischer Sonnenschutz, der gegen Pigmentflecken mehr bewirkt als jeder Wirkstoff.
Häufige Fragen
Ist Retinol in der Schwangerschaft sicher?
Retinol und andere Retinoide werden in der Schwangerschaft üblicherweise gemieden. Über die Haut gelangt nur sehr wenig in den Blutkreislauf, aber weil orale Retinoide wie Isotretinoin nachweislich Fehlbildungen verursachen, lautet die Standardempfehlung, alle Retinoide wegzulassen, statt eine sichere Dosis festzulegen.
Ich habe Retinol benutzt, bevor ich von der Schwangerschaft wusste — was jetzt?
Eine äußerliche Anwendung gilt nicht als Grund zur Beunruhigung, weil die Aufnahme über die Haut sehr gering ist. Lassen Sie das Produkt weg und sprechen Sie es beim nächsten Termin an. Orales Isotretinoin ist anders zu bewerten und sollte zeitnah ärztlich abgeklärt werden.
Was kann ich in der Schwangerschaft statt Retinol verwenden?
Azelainsäure, Niacinamid, Vitamin C, niedrig dosierte Glykol- oder Milchsäure und täglicher mineralischer Sonnenschutz sind die üblichen schwangerschaftstauglichen Alternativen.
Welche Inhaltsstoffe sind Retinoide?
Retinol, Retinal beziehungsweise Retinaldehyd, Retinylpalmitat, Retinylacetat, Tretinoin, Adapalen, Tazaroten und Isotretinoin sind alle Retinoide.
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Diese Inhalte dienen nur zu Informationszwecken und ersetzen keine medizinische Beratung. Wende dich bei allen Fragen zu deiner Schwangerschaft oder zur Gesundheit deines Babys immer an deine Ärztin, deinen Arzt oder qualifiziertes medizinisches Fachpersonal.
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