Glykolsäure (niedrig dosiert)
Niedrig konzentrierte Glykolsäure (unter 10 %) gilt für ein sanftes Peeling in der Schwangerschaft als sicher. Starke Peelings meiden.
Auf die Konzentration kommt es an
Glykolsäure in den Stärken für den Hausgebrauch — grob bis etwa 10 Prozent in einem Produkt, das auf der Haut bleibt, oder höher in einer Waschcreme — gilt in der Schwangerschaft allgemein als vertretbar. Die Aufnahme durch intakte Haut ist in diesem Bereich minimal. Verschoben wird üblicherweise das professionelle Ende: mitteltiefe und tiefe Peelings, bei denen die Konzentration um ein Vielfaches höher liegt und die Hautbarriere bewusst durchbrochen wird.
Praktische Hinweise
- Produkte, die auf der Haut bleiben, im niedrigen einstelligen Prozentbereich halten und einige Male pro Woche statt täglich anwenden.
- Glykolsäure nicht mit weiteren Säuren oder mit einem Retinoid kombinieren.
- Täglich Sonnenschutz. Jede Säure erhöht die Lichtempfindlichkeit, und die Schwangerschaft steigert das Melasma-Risiko ohnehin.
- Auch bei bekannten Produkten erneut an einer kleinen Stelle testen — die Reaktionsbereitschaft der Haut ändert sich häufig.
Melasma, der eigentliche Anlass
Die dunklen Flecken auf Stirn, Wangen und Oberlippe entstehen hormonell und werden durch UV-Licht verstärkt. Niedrig dosierte Glykolsäure kann die Oberfläche verfeinern, aber Sonnenschutz bewirkt deutlich mehr, und Azelainsäure ist der Wirkstoff, der in der Schwangerschaft für die Pigmentierung selbst am häufigsten empfohlen wird. Melasma verblasst nach der Geburt oft von allein.
Häufige Fragen
Ist Glykolsäure in der Schwangerschaft sicher?
Niedrig dosierte Glykolsäure, grob bis etwa 10 Prozent in einem Produkt, das auf der Haut bleibt, gilt in der Schwangerschaft allgemein als vertretbar, weil die Aufnahme durch intakte Haut minimal ist. Mitteltiefe und tiefe professionelle Peelings werden üblicherweise verschoben.
Darf ich in der Schwangerschaft ein chemisches Peeling machen?
Leichte, niedrig konzentrierte Peelings werden gelegentlich durchgeführt. Mitteltiefe und tiefe Peelings werden üblicherweise auf die Zeit nach der Schwangerschaft verschoben, weil die Konzentration weit höher ist und die Hautbarriere bewusst durchbrochen wird.
Was hilft gegen Schwangerschaftsmelasma?
Täglicher Sonnenschutz bewirkt am meisten, weil UV-Licht die Pigmentierung antreibt. Azelainsäure ist der in der Schwangerschaft am häufigsten empfohlene Wirkstoff, niedrig dosierte Glykolsäure kann das Hautbild verfeinern. Melasma verblasst nach der Geburt häufig von selbst.
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